Hanfer Hof

Der Hanfer Hof liegt zwischen Siebengebirge und der Sieg im Niederwesterwald, im südlichsten Zipfel der Stadt Hennef. Die Landschaft mit schmalen Tälern und z.T. steilen Hängen hat noch eine breite Vielfalt an Flora und Fauna zu bieten. Die schon seit über 12 Jahren biologische Bewirtschaftung von unseren Flächen trägt maßgeblich dazu bei, dies zu erhalten. Der Einbezug in das Naturschutzgroßprojekt Chance 7 zeugt von der Bedeutung in diesem Bereich. Auf 77ha werden Rinder und Schafe gehalten, Getreide angebaut und sogar ‚Rote Liste Arten‘ an Pflanzen und Tieren durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen durch uns gesichert.  Der Biodynamische Anbau auf dem Hanfer Hof ist die stabile Grundlage für den Anbau von gesunden Lebensmitteln. Seit 2006 ist der Bioanbau die gewählte Anbaumethode für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft

Eine Ackerfläche von 1,5 ha hat der Hanfer Hof für den Anbau von Gemüse und Kartoffeln reserviert. Hier wächst, wie auf unseren Bildern zu sehen ist, eine Vielfalt heran, die den Tisch der Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft über das ganze Jahr decken sollen. Im Frühling mit ersten Salaten, als Kopf- oder Schnittsalate, und schnell wachsenden Früchten wie Radieschen und Kohlrabi. Wenn es der Boden zulässt wird schon ab Anfang April mit der Aussaat bzw. ersten Pflanzungen in den sich erwärmenden Boden begonnen. Dabei wird für die Erhaltung von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit auf eine weite Fruchtfolge der verschiedenen Kulturen geachtet. In dem dafür entworfenen Anbauplan sind die verschiedenen Teilstücke mit ihren Beeten wieder zu finden. Die unterschiedlichen Gruppen beim Gemüse wie Kohl, Salate oder Doldenblütler werden dabei zusammen gefasst. Besonders auf einen weiten Anbauintervall bei Winter- und Sommerkohl wird dabei geachtet. In unserem Klima hat der Kohl nämlich einen besonders großen Anteil an der Gemüsevielfalt. Das fängt bei den Radieschen im Frühling an, setzt sich mit Kohlrabi, Blumenkohl, Broccoli, Rucola im Sommer fort und zieht sich über Rot- und Weißkohl, Wirsing, Grün- und Rosenkohl bis zum Asiasalat und Herbstrüben in den Winter hinein.

Um einen dauerhaft möglichen Anbau zu sichern, wird neben den anderen Gemüsearten auch Kleegras in der Fruchtfolge angebaut. Leguminosen wie Klee sammeln den Stickstoff aus der Luft und wir können so durch die Ergänzung mit eigenem Kompost auf den Zukauf von Düngemitteln verzichten. Unsere hofeigenen Schafe fressen das Kleegras ab und hinterlassen dabei ihren Mist als Nährstoffquelle für die Folgefrüchte. In unserem lebendigen Boden mit vielen Regenwürmern und Millionen von Kleinstlebewesen in jedem Bodenkrümel, sorgen für die Umsetzung in Humus und pflanzenverfügbare Nährstoffe. Auch die Wurzeln und Reste der Vorfrüchte werden über das Bodenleben ‚verarbeitet‘. So steht die Kreislaufwirtschaft auf unserem Gemüsefeld im kleinen, der großen Kreislaufwirtschaft auf dem Hanfer Hof in nichts nach. Gesunder Boden in der Kombination mit den Tieren schafft beste Voraussetzungen für die dauerhafte Versorgung mit leckeren Lebensmitteln direkt vom Hof.